KünstlerInnen

Roland Batik

Roland Batik, geboren am 19. August 1951 in Wien, verbindet Tra­dition und Moderne ebenso wie Klassik und Jazz. „Als Wanderer zwischen musikalischen Welten“ zählt er zu den vielfältigsten Musikern des Landes. Die Klangsprache des Pianisten und Kompo­nisten überschreitet traditionelle Grenzen. Roland Batik sieht sich selbst als Pianist, der auch komponiert. Der Weg zu seinen Kompo­sitionen verläuft stets über das Klavier, die Improvisation.

Als Jugendlicher wollte Roland Batik eigentlich Keyboarder einer bedeutenden Rock- oder Popband werden. „The Who“ und „Queen“, Keith Emerson u.a. waren seine Vorbilder. Den entscheidenden Impuls für seine musikalische Entwicklung bildete ein Konzertbesuch 1971 bei einer Aufführung von Friedrich Guldas „Concertino for Players and Singers“. Roland Batik wurde Student von Walter Fleischmann an der Musikhochschule in Wien (heutige Universität für Musik und darstellende Kunst Wien). Wenig später schrieb er sich am Jazzinstitut des Wiener Konservatoriums, welches Erich Kleinschuster 1969 gegründet hatte, ein (heute: Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien). Dort studiert er bei Fritz Pauer Jazz-Klavier und nahm Unterricht bei Friedrich Gulda. Schon während seiner Studienzeit war Batik erfolgreicher Komponist mehrerer Bühnenmusiken für das Burgtheater Wien.

Als Solist in Friedrich Guldas „Concertino for Players und Singers“ unter der Leitung des Komponisten schaffte Roland Batik seinen Durchbruch als Pianist. Von Gulda lernte Batik nicht nur die Interpre­tation von Bach und Beethoven, sondern auch Disziplin, wohl eine der wesentlichen Voraussetzungen für eine Musikerlaufbahn. Roland Batik perfektionierte nicht nur sein Spiel, er fand sich auch in seiner gleichzeitigen Liebe zur Klassik und zum Jazz bestätigt: „Wirklich große, stilbildende Musiker hatten das eben: das perfekte Timing. Ein natürliches Gefühl, ein völlig natürliches Verhältnis zum Rhythmus. Aus diesem idealen Timing heraus kommt dann auch sofort die dazu passende Spielart.“

Noch während des Unterrichts bei Friedrich Gulda gründete Roland Batik das Roland Batik Trio – eine bis heute konzertierende Jazzformation. Zwischen 1982 und 1988 bildete Roland Batik gemeinsam mit Paul Gulda ein international sehr erfolgreiches klassisches Klavierduo. Als Mitglied der Wiener Instrumentalsolisten komponierte er zwischen 1987 und 1991 zahlreiche Werke. Nach der Trennung des Duos Batik-Gulda wandte sich Roland Batik wieder verstärkt seiner solistischen Karriere zu – oft in Verbindung von klassischem Repertoire und eigenen grenzüberschreitenden Kompositionen.

Konzerttourneen führten den Künstler durch Europa, die USA, Japan und Korea – aber auch auf die heimischen Bühnen der Bregenzer Festspiele, des Carinthischen Sommers u.a.

1991 wurde er mit dem Schallplattenpreis „Wiener Flötenuhr“ für die Gesamtaufnahme der Mozart-Klaviersonaten ausgezeichnet. 1999 erntete er mit der Gesamteinspielung der Klaviersonaten Joseph Haydns euphorische Reaktionen in Presse und Rundfunk.

In zunehmendem Maße machte sich Batik nicht nur als Pianist einen Namen, sondern avancierte zu einem gefragten Komponisten von Klavier- und Kammermusik. Doch auch vor großen Besetzungen scheut Batik nicht zurück: 1993 brachte er als Auftragswerk der „Jeunesses Musicales“ selbst sein „Concerto for Piano and Orchestra No.1 – Meditation upon Peace“ mit durchschlagendem Erfolg zur Uraufführung. Mit dem Marimba- und Vibraphon-Virtuosen Woody Schabata gründete er zusammen mit Heinrich Werkl (Kontrabass) 1995 das Projekt „Bridges“, mit welchen er neue kammermusikalische Wege beschreitet. Ungewöhnlich an dieser Formation ist, dass das Schlagzeug durch Mallet-Instru­mente, welche sowohl perkussiv als auch als „zweite Melodie Instrumente“ eingesetzt werden können, ersetzt wurde.

Für das Altenberg Trio komponierte Roland Batik vier „Intermezzi“ (Uraufführung Brahmssaal Wien 2001). 2004 folgte das Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2, welches Roland Batik gemeinsam mit dem Bruckner Orchester in Linz erstmals aufführte. 2008 entstand sein Konzert für Klavier, Perkussion und Orchester (Konzert Nr. 3). „On the Move“ für Streichorchester und Jazz-Trio (2008, Uraufführung im Rahmen des Festivals „Allegro Vivo“ im Stift Altenburg) und „On the Move Part 2“ (2015, Urauf­führung im Rahmen der Konzertreihe „Piano and More“ im Stadttheater Wiener Neustadt) sind weitere Beispiele des symphonischen Schaffens von Roland Batik. 2011 fand die Uraufführung der „4 Bagatellen für Strichquartett und Klavier“ im Rahmen des Carinthischen Sommers statt

Über seinen Stil sagt Batik selbst: „Ich habe noch immer den Mut, im tonalen Bereich zu bleiben; das Innovativ-Zeitgeistige geht am mir zwar nicht vorüber, aber es gibt so viele, die in diese Richtung arbeiten. Da ist es vielleicht nicht ganz falsch, etwas Anderes zu machen. Außerdem kann ich ganz einfach nicht anders! […] Ich strebe in meinen Kompositionen eine Verschmelzung von klassisch-traditionellen Formelementen mit durch Jazz und Ethno beeinflussten Klangvorstellungen an. […] In meinen Klavierkompositionen findet man lyrisch-kantable Elemente bis hin zu Einflüssen von Folklore, Popularmusik und avantgardistischen Klangbildern.“ Ausgenommen in seinen großbesetzten Kompo­sitionen versucht der Jazzer Batik auch immer wieder, dem Interpreten Raum für Improvisation zu geben, ohne dabei das formale Gerüst aus dem Gleichgewicht zu bringen. „Aber stilistisch sind meine Ideen schon romantisch-impressionistisch – mit einer Portion Jazz.“

Nebenbei schafft es der mehrfach ausgezeichnete Künstler – unter anderem wurde ihm 2003 der Titel Professor verliehen – als Organisator und künstlerischer Leiter der 1998 von ihm gegründeten Schlosskonzerte Seibersdorf alljährlich Ende Mai hervorragende heimische Musiker zu versammeln und Konzerte von hoher Qualität in stilvollem Rahmen zu geben. 2001 erhielt er den Kulturpreis des Landes Niederösterreich. Seit 2014 fungiert er als musikalischer Mastermind der Konzertreihe „Piano and More“.

Bereits seit 1977 ist Roland Batik auch als Lehrender an der Konservatorium Wien Privatuniversität tätig, an der er bis 1994 parallel Jazz und Konzertfach Klavier unterrichtete und sich mittlerweile nur mehr auf die Klassik konzentriert. Außerdem ist er regelmäßig als Dozent bei den Wiener Meister­kursen, der internationalen Sommerakademie Mozarteum sowie bei internationalen Kammermusik­festival „Allegro Vivo“ tätig. In den letzten Jahren intensivierte der vielseitige Künstler wieder vermehrt seine Konzerttätigkeit im Solo, im Duo mit Yuko Batik und dem Roland Batik Trio. Seit kurzem entsteht ein neues Projekt, ganz in der Tradition von „Bridges“ aber auch darüber stilistisch hinausgehend: „The New Quartett“ mit den drei Shooting-Stars, Florian Eggner (Violoncello), Tobias Meissl (Vibraphon) und Martin Gasser (Altsaxophon). 

Quelle: www.rolandbatik.com

 

Yuko Sakurai-Batik

Yuko Batik ist gebürtige Japanerin. Sie erhielt mit sechs Jahren den ersten Klavierunterricht. Ab 1991 studierte sie an der Toho Gakuen School of Music in Tokyo bei Y.Kitamura. Nach dem Diplomab­schluss in Tokyo begann Sie ihre künstlerische Ausbildung an der Musikuniversität und darstellende Wien und ab 1999 am Konser­vatorium Wien bei Prof. Roland Batik und Uni.Prof.Thomas Kreuz­berger. Abschlüsse mit Diplomprüfung und „Master of Arts“, ebenso „Master of Education“ (mit Auszeichnung) Meisterkurse bei Jörg Demus und Oleg Maisenberg und u.a. Im Jahr 2006 begann eine intensive Zusammenarbeit mit Roland Batik im Klavierduo.

Die Pianistin Yuko Batik hat auch an internationalen Wettbewerben teilgenommen und wurde mit Preisen ausgezeichnet. Dies war der Grundstein zu einer internationalen Karriere, welche Sie in viele europäische Länder, in die Türkei, Japan und schließlich auch auf eine erfolgreiche Tournee mit Roland Batik nach China geführt hat. Ihre Konzertprogramme werden durch die laufenden Einladungen zu österreichischen Festivals erweitert.

So ist sie Gastpianistin bei den Seibersdorfer Schlosskonzerten, dem Wiener Neustädter Frühling (piano and more) und den „Wörthersee-Classics“. Der Bösendorfer-Saal im Wiener Mozarthaus ist eine Ihrer musikalischen „Heimstätten“ geworden.Ebenso begann Sie ab 2014 regelmässig in ihrer Heimatstadt ein eigenes Projekt mit Roland Batik zu präsentieren.

Seit dem Jahr 2012 hat Yuko Batik einen Lehrauftrag an der Wiener Musikuniversität. Einen weiteren Lehrauftrag folgte an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien.

Ihre künstlerische Arbeit hat Yuko Batik auch mit CD Produktionen belegt. Im Mai 2013 veröffentlicht Gramola Ihre erste Solo-CD mit Werken von L.V. Beethoven, J.Brahms, A.Berg und R.Batik. In der internationalen Musikzeitschrift „Pizzicato“ wurde sie mit dem „Supersonic“ Schallplattenpreis ausge­zeichnet. Es folgt 2016 eine weitere CD, ebenfalls bei Gramola erschienen, mit dem Titel „Pictures“ (Bilder einer Ausstellung von Mussorgsky, Liszt`s Dante Sonate und der Mondschein Sonate von L.v. Beethoven)

 

Heinrich Werkl

Heinrich Werkl studierte am Konservatorium der Stadt Wien Jazz und Klassik. 1980 wurde das Jazz-Trio „Mexas“ gegründet, mit dem er in Jazzclubs in in Österreich, Deutschland und Schweiz auftrat. Er ist Mitglied bei Jazzformationen wie „Roland Batik-Trio“, „Brid­ges“ ,“Criss-Cross“, „Mario Lima Quartett.etc. 2002 gründete er gemeinsam mit Primus Sitter (git.) und Michael Erian (sax). das „Trio-Süd“ mit dem er in der Türkei, Mexico und Österreich Kon­zerte gab. Mit Roland Batik trat er im Brucknerhaus Linz, Musikverein Wien, Konzerthaus Klagenfurt in Japan, Türkei und zahlreichen Jazzclubs in Österreich auf.

Die Zusammenarbeit mit den „Wiener Instrumentalsolisten“, Angel Romero, Helmut Lohner, Wolfgang Puschnig, Uli Scherer, Rei Takagi, Leo Wright, etc. zeigt seine musikalische Bandbreite. Es folgten Konzerte in China, Maleisien, Japan und Thailand. Von der Republik Österreich wurde ihm der Berufs­titel Professor verliehen.

Quelle: www.heinrich-werkl.at

 

Tobias Meissl

Geboren 1993 in Wien. Volksschule und Gymnasium in Klosterneuburg, Matura 2011 mit Auszeichnung. 1999-2012 Unterricht an der Musikschule Klosterneuburg in Schlagzeug/Perkussion, Mallets, Klavier und Jazz-Klavier. 2008-2012 Studium im Vorbereitungslehrgang klassisches Schlagwerk an der Konservatorium Wien Privatuniversität. 2013 – 2016 Studium mit Vollstipen­dium am Berklee College of Music in Boston, USA mit den Schwerpunkten Vibraphon bei Ed Saindon und Jazz –Komposition. Ensembleunterricht u.a. bei Ralph Peterson, Joanne Brackeen, George Garzone, Ed Tomassi, Dave Santoro, Neal Smith und Ron Mahdi. Arrangement- und Kompositionsunter­richt bei Greg Hopkins, Dick Lowell, Ayn Inserto, Bob Pilkington, Vuk Kulenovic etc.

Mehrere Auszeichnungen im Rahmen des Studiums, im Herbst ‘14,‘15 und ‘16 das von der Firma Zildjian gestiftete „Max Roach Scholarship for outstanding achievement in performance and composition“ sowie die regelmäßige Aufnahme in die „Dean’s List“ für herausragende akademische Leistungen. Weiters im Frühjahr 2016 den „Jazz Composition Achievement Award“ sowie den „Most Active Mallet Player Award“. Workshops mit Mike Mainieri, Billy Childs, Terence Blanchard, Darcy James Argue, Jack DeJohnette, Jojo Mayer, Thomas Lang, Martin Grubinger sen. und Peter Sadlo.

Erfolgreiche Konzerte als Vibraphonist im Duo mit Roland Batik, (u.a. Brahmssaal des Wiener Musik­vereins, Haydnfestpiele Eisenstadt, Liszt Festival Raiding) sowie zusammen mit Heinrich Werkl und der Academia Allegro Vivo. Zahlreiche Auftritte in verschiedenen Ensembleformationen in Österreich (u.a. im Gläsernen Saal des Wiener Musikvereins und Porgy & Bess in Wien) und in den USA. Mitwirkung bei Konzerten und Studio -Aufnahmen mit Berklee – Alumni in Boston.

Über 40 Werke im Jazz – Idiom, zahlreiche Arrangements von eigenen Werken sowie Jazz Standards für verschiedene Besetzungen von Quintett bis Big Band und Kompositionen für klassische Be­setzungen von Duo bis großem Orchester. Regelmäßige Aufführungen von Kompositionen / Arrange­ments im Berklee Performance Center durch das Berklee Concert Jazz Orchestra unter der Leitung von Greg Hopkins, u.a. ein Arrangement eines Stückes von Terence Blanchard mit dem Komponisten als featured soloist. Dezember 2016 Mitwirkung bei der Uraufführung der Eigenkomposition „What I Hear“ mit dem BCJO. Jänner 2017 Aufführung eines Stückes für Jazz – Oktett bei der Jazz Education Network Conference in New Orleans, Louisiana im Rahmen des Young Composer Showcase. Früh­jahr 2017 Auftragswerk für Saxophonorchester und Marimba für das Vienna Saxophonic Orchestra.